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Träger
Waldkindergarten Münster e.V.| 45 | 35 Block | 35 ohne | 25 | |
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| Plätze für 1-jährige Kinder | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Plätze für 2-jährige Kinder | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Plätze für Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt | 0 | 1 | 0 | 0 |
Der Waldkindergarten Münster wurde 1997 von engagierten Eltern gegründet. Er befindet sich im Dyckburger Wald zwischen den Stadtteilen Handorf, Sudmühle und Mariendorf. Im Jahr 2003 wurden am Rande des Waldes zwei unterschiedlich ausgestattete Schutzhütten gebaut. Im Jahr 2020 mussten die Hütten abgerissen und neu errichtet werden. Die Grundfläche musste erhalten bleiben; allerdings wurde ein Haus mit drei Funktionsräumen gebaut. Im Küchenraum befinden sich neben der Küchenzeile Tische und Stühle, an denen ganzjährig das Mittagessen und im Winter auch das Frühstück stattfindet. Gleichzeitig bietet dieser Raum Möglichkeiten zum kreativen Gestalten, welches in Kleingruppen und in der Nachmittagsbetreuung angeboten wird. Im mittleren Raum befindet sich der Eingangsbereich mit Gardrobe und Infotafel auf der einen Seite und Bastelecke auf der anderen Seite. Der dritte Raum wird vor allem für ruhige Aktivitäten und in der kalten Jahreszeit auch für den Morgenkreis genutzt. Schlafkinder haben Mittags hier die Möglichkeit, sich auszuruhen.
Die Einrichtung ist drei Wochen lang in den Sommerferien, je eine Woche zu Weihnachten und zu Ostern und an einigen Brückentagen geschlossen. In dieser Zeit besteht in dringenden Fällen die Möglichkeit, das Kind in einer Kooperations-Kita betreuen zu lassen.
Die fachliche Betreuung wird von einer Sozialpädagogin (Leitung) und von vier Erzieher*innen in Teilzeit gewährleistet. Ebenso wird der Waldkindergarten gerne von Praktikant*innen unterstützt.
Der Waldkindergarten verfügt über ein im Jahre 2020 neu erbautes Holzhaus mit drei Räumen. Hier gibt es einen Küchenraum, der gleichzeitig auch als Essraum für die Übermittagbetreuung dient. Ebenso finden in diesem Raum Angebote in Kleingruppen statt. Der mittlere Raum verfügt sowohl über eine Kindergardrobe, eine Infotafel für Eltern als auch eine Bastelecke. Der dritte Raum wird vor allem in der kalten Jahreszeit für den Morgenkreis bzw. für die Nachmittagsbetreuung genutzt. Ebenso finden hier ruhige entspannte Angebote statt. Schlafkinder haben die Möglichkeit, sich bei Bedarf hier auszuruhen.
Das Holzhaus ist umgeben von einem kleinen Garten, in dem die Kinder den Sandkasten nutzen können. Im Sommer werden gemeinsam mit den Kindern Kräuter und Gemüse angebaut. Den überwiegenden Teil des Tages verbringen die Kinder des Waldkindergartens im Dyckburgwald. Hier suchen wir unterschiedliche Spielstätten auf, je nach Bedürfnisstruktur der Kinder. Bei der Platzwahl haben die Erzieherinnen die Möglichkeit, das Spiel der Kinder zu beeinflussen, je nachdem, welche Bedingungen ein Platz anbietet (Kletterbäume, Wasser, schiefe Ebenen, Balanciermöglichkeiten, Sonne, Schatten).
Kinder brauchen zur Förderung ihrer Entwicklung nicht nur stabile Beziehungen zu Menschen, sondern auch zur Natur. Sie entdecken und erfahren ihre Umwelt mit allen Sinnen: sie riechen, sehen, spüren, tasten, schmecken und hören. Erfahrungen mit Erde, Sand, Dickicht, Holz, Pflanzen, Tieren, Wasser und Wetter bilden die Grundlage von Geborgenheit und Sich-zu-Hause-Fühlen in der Welt. Die Kinder lernen im Wald die Komponenten des Lebens wie Wachstum, Veränderung und Vergänglichkeit kennen. Sie üben Geduld, erleben Kontinuität und verstehen die Elemente der Jahreszeiten. Sie erleben die Natur als lebendiges und schützenswertes Gut. Ihre Erfahrungen und ihr Wissenszuwachs sind eingebettet in die Düfte des Frühlings, in die Farbenpracht des Sommers, in die Schätze des Herbstes und die Ruhe des Winters. Stille, Weite und die fast grenzenlosen Rückzugsmöglichkeiten helfen dem Kind, sich zu entspannen und zu konzentrieren. Der Wald kommt dem Wunsch nach Geheimnis und Abenteuer entgegen und befriedigt das natürliche Bedürfnis des Kindes nach selbstbestimmten Rollenspiel. Der Wald bietet zu allen Jahreszeiten Naturmaterialien in großer Fülle. So ist immer genügend Spielmaterial für alle Kinder vorhanden. Ob beim Rollenspiel oder beim Bauen und Gestalten, die Materialien sind variabel einsetzbar und bekommen ihre Bedeutung erst durch das kindliche Spiel. Da werden Baumstämme zu Piratenschiffen, aus Blättern und Hölzern entstehen Zwergengärten und Mandalas. Das Spiel ohne vorgefertigtes Spielzeug fördert die sozialen Beziehungen und den Prozess der sprachlichen Kommunikation unter den Kindern. Wer körperlich in Bewegung ist, ist es auch geistig. Kinder, die über Stämme balancieren, durch Moos schleichen und auf unebenen Waldwegen laufen, üben ihren Gleichgewichtssinn und lernen, ihren Körper einzuschätzen. Wer gelernt hat, hinzufallen, ohne sich zu verletzen, gewinnt Sicherheit und kann mit beiden Beinen im Leben stehen. Die Entwicklung der Grobmotorik ist die Voraussetzung für die Ausbildung der Feinmotorik; um zu schnitzen, den Stift zu halten und die Schere zu führen.
Wir legen Wert auf einen festen Tagesablauf, der den Kindern Sicherheit und Halt geben soll. So besteht unsere Tagesstruktur aus dem Morgenkreis, dem gemeinsamen Frühstück, dem Freispiel, der Kleingruppenarbeit und einem Abschlusskreis.
Wir im Waldkindergarten vertreten den Ansatz der inklusiven Pädagogik. Wir gehen von der Individualität und Originalität eines jeden Menschen aus. Die Kinder werden als Einzelne wertgeschätzt und als selbstbestimmendes Subjekt geachtet. Jedes Kind hat seine individuellen Bedürfnisse. Viele der Bedürfnisse werden von der Mehrheit geteilt und bilden somit eine gemeinsame Erziehungsgrundlage. Aber alle Kinder haben darüber hinaus individuelle Bedürfnisse, darunter auch solche besonderer Art, für deren Befriedigung die Bereitstellung spezieller Mittel und Methoden sinnvoll ist. Die Inklusion von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf ist seit langem Teil unseres Konzepts. Der Wald zeigt allen Kindern Wege auf, wie man mit einfachen Mitteln glücklich sein kann.
Einmal im Monat besuchen wir gemeinsam mit einer Kleingruppe von Kindern die St. Petronilla-Bibliothek in Handorf. Um den Übergang zwischen Kita und Schule zu erleichtern, finden regelmäßige Treffen zwischen den Schulen in Handorf und den Kitaleitungen statt. In unserem pädagogischen Kontext haben wir die Möglichkeit, beratende Gespräche bei Erziehungsberatungsstellen in Anspruch zu nehmen. Im Rahmen der inklusiven Pädagogik findet ein regelmäßiger Austausch mit Fachkräften aus den Bereichen Logopädie und Physiotherapie statt. Ebenso steht die Inklusionsfachkraft im regelmäßigen Kontakt mit der Frühförderstelle.
Der Waldkindergarten legt großen Wert auf den intensiven Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen. Wünsche, Fragen, Sorgen und auch Kritik können unmittelbar und zeitnah außerhalb der Betreuungszeit thematisiert werden. Im Laufe des Kindergartenjahres finden für jedes Kind mindestens zwei verbindliche Entwicklungsgespräche zwischen den Eltern und den Erzieherinnen statt. In den Einzelgesprächen zwischen den Eltern und dem pädagogischen Personal werden Eltern über aktuelle Entwicklungsschritte ihres Kindes informiert. Bei besonderen Bedürfnissen und Problemen werden gemeinsame Lösungen erarbeitet. An jedem ersten Dienstag im Monat finden die Elternabende statt. Die Teilnahme an diesen Elternabenden ist verbindlich. Die Elternabende setzen sich zusammen aus einem pädagogischen und einem organisatorischen Teil. Im pädagogischen Teil informiert das Team die Eltern über die Gruppensituation, über Freundschaften und Spielgruppen sowie über laufende und kommende Angebote und Projekte. Im organisatorischen Teil berichtet der Vorstand über Vereinsbelange. Anstehende Aufgaben werden mit den Eltern besprochen und verteilt.
Während des Wochenverlaufs finden an unterschiedlichen Tagen Kleingruppen statt. Abhängig von der Aktivität sucht sich die Gruppe einen geschützten Platz im Wald oder nutzt die Häuser. Wir bieten den 4jährigen und den Vorschulkindern die Möglichkeit, sich in einer kleinen Gruppe intensiv mit kindgerecht ausgearbeiteten Themen zu beschäftigen.
Einmal im Monat besuchen wir mit einer Kleingruppe die Bücherei in Handorf.
Im Jahresverlauf unternehmen wir mit den Waldkindern unterschiedliche Ausflüge z.B. ins Naturkundemuseum, in die Wildniswerkstatt oder ins Theater Meerwiese.
Einmal im Jahr fahren alle Kinder mit Eltern und ein Teil des pädagogischen Teams für ein Wochenende an die Nordsee.
Wir begehen jede Jahreszeit mit einem besonderen Fest, welches im Wald gefeiert wird. Neben einem gemeinsamen Sing- und Spielkreis werden auch wunderbare Theaterstücke mit Kindern, Erzieher*innen und Eltern vorgeführt.
Die Betreuungsplätze werden, anhand der vom Jugendamt vorgegebenen Rahmenstruktur, vergeben.
Weitere Aufnahmekriterien sind folgende:
1. Der Betreuungsumfang des zu vergebenden Platzes entspricht dem Bedarf der Familie (es muss kein Nachweis über einen Bedarf des Betreuungsumfangs erbracht werden)
2. Ein Kind erhält vorrangig einen Betreuungsplatz in der Einrichtung, wenn bereits ein Geschwisterkind in der Einrichtung betreut wird und auch in dem Kita-Jahr, in dem die Betreuung des Kindes beginnen soll, weiterhin betreut wird.
3. Kinder mit Integrationsbedarf
4. Soziale Kriterien: Bei uns in der Kita sind alle Kinder und Familien willkommen. Wie streben einen heterogenen Kindergarten an der den Querschnitt unserer Gesellschaft zeigt. Ob Regenbogenfamilie, Patchworkfamilie oder Alleinerziehende, alle sollen sich bei uns willkommen fühlen. Wir versuchen Familien in herausfordernden Lebenssituation, z.B. Alleinerziehend, Eltern im Studium bzw. Ausbildung oder Menschen mit Fluchterfahrungen besonders zu unterstützen.
5. Grundsätzliches Einverständnis mit der Konzeption u. dem Leitbild des Trägers
6. Kinder aus Münster werden vorrangig aufgenommen
Allgemeine Informationen und Erläuterungen zum Elternbeitrag. Für die Inanspruchnahme eines Platzes in einer öffentlich geförderten Kindertageseinrichtung - ganz gleich in welcher Trägerschaft - kann ein Elternbeitrag erhoben werden. Dies ist in einer Satzung geregelt. Für die Festsetzung des Beitrages müssen dem Jugendamt Einkommensnachweise vorgelegt werden. Grundlage für die Beitragshöhe sind die 'positiven' Einkünfte. Der sich daraus ergebene Beitrag kann in der entsprechenden Elternbeitragstabelle entnommen werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Bei weiteren Fragen zum Kita-Navigator wenden Sie sich bitte an unsere Servicestelle:
Koordinator des Kita-Navigators
Hafenstraße 30
48153 Münster
Telefon: 0251 4925877
E-Mail: kita-navigator@stadt-muenster.de
Um Ihnen direkt und schneller behilflich sein zu können, haben wir hier Ihre häufigsten Fragen und unsere Antworten für Sie zusammengestellt.
Zu den häufig gestellten Fragen.